AKTUELLES

"dramaturgie"

Die Ausgabe 1/2008 der Zeitschrift "dramaturgie" ist Anfang Mai erschienen – unter dem Titel "ZEITWORTE" zugleich Dokumentation und Fortschreibung des Hamburger Symposions "GETEILTE ZEIT".


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Mitgliedschaft

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Archiv 2006

Der Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker 2006 geht an Dirk Laucke

Mit dem Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker 2006 wurde am 18. Oktober in Frankfurt (Oder) der Berliner Autor Dirk Laucke für sein Stück "alter ford escort dunkelblau" (verlegt beim Kiepenheuer Bühnenverlag) ausgezeichnet. Laucke, Jahrgang 1982, aufgewachsen in Halle, studiert Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin. Die Jury wählte Lauckes Stück aus 68 Einsendungen aus, weil es – so Dramatiker und Jurymitglied Igor Bauersima "voll (ist) von Welt, und zwar dieser Welt, wie sie sein kann, und auch sein soll."

Der Preis wird jährlich von der Kleist-Stadt Frankfurt (Oder), der Dramaturgischen Gesellschaft und dem Frankfurter Kleist Forum ausgelobt. Er ist mit 7670 Euro dotiert und mit einer Uraufführungsgarantie verbunden, die für Dirk Lauckes Stück das Theater Osnabrück übernommen hat.

Das Theater, das den Preisträger 2007 uraufführt, wird auf der nächsten Jahrestagung der Dramaturgischen Gesellschaft im Februar 2007 ausgewählt und ist dann in der Preisjury mit einer Stimme vertreten.

Interessierte Theater wenden sich an die Dramaturgische Gesellschaft: post@dramaturgische-gesellschaft.de oder direkt im Kleist Forum an Winfried Tobias, Projektreferent Theater, Platz der Einheit 1, 15230 Frankfurt (Oder), w.tobias@muv-ffo.de

K L E I S T - F Ö R D E R P E I S   2 0 0 6

Verleihung des Kleist Förderpreis im Oktober 2006

Der Kleist Förderpreis für junge Dramatiker wird am 18. Oktober 2006 zum 11. Mal von der Dramaturgischen Gesellschaft Berlin, der Kleist-Stadt Frankfurt (Oder) und dem Kleist Forum Frankfurt (Oder) vergeben. Als Laudator und Mitglied der Jury konnte für den Kleist-Förderpreis 2006 Igor Bauersima gewonnen werden. Aufgeführt wird im Rahmen der Preisverleihung am Kleist Forum auch das Stück "Kaltes Land" des letztjährigen Preisträgers Reto Finger in einer Inszenierung des Theaters Osnabrück, das auch für die Uraufführung des Preisträgers bzw. der Preisträgerin 2006 verantwortlich zeichnen wird.

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EIN FEST ZUM 70. GEBURTSTAG

Foto von Václav Havel
Foto: Oldřich Škácha

VÁCLAV HAVEL IN THEATER (UND POLITIK)

Das Tschechische Zentrum Berlin nimmt den 70. Geburtstag des Schriftstellers und ehemaligen Staatspräsidenten Václav Havel zum Anlass und widmet in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen seinem dramatischen Werk eine Festtagung.

AM 6. UND 7. OKTOBER 2006 IM HAUS DER BERLINER FESTSPIELE

Mitveranstalter sind die Berliner Festspiele, das Deutsche Zentrum des Internationalen Theaterinstituts, die Dramaturgische Gesellschaft, das Theaterinstitut Prag und die Robert Bosch Stiftung.

Deutschland wurde für den Dramatiker Václav Havel zum Sprungbrett in die ganze Welt. Mitte der 60er Jahre bis Ende der 80er erlebten die Stücke von Havel zahlreiche Inszenierungen in Deutschland, Österreich und der ganzen Welt, unmittelbar nach der sanften Revolution auch in seiner Heimat. In den 90er Jahren hat aber der Politiker Václav Havel den Dramatiker beinahe abgelöst.

Wir werden in Gesprächen mit Fachleuten und Entscheidungsträgern die Tragweite seines dramatischen Werkes im neuen politischen und geografischen Kontext wieder in den Mittelpunkt stellen. Szenische Lesungen führen die anhaltende Aussagekraft der älteren Texte von Havel vor Augen. Das Gastspiel der iranischen Produktion Kiss you and Tears von Mohammad Charmchir nach Václav Havels Briefe an Olga wurde sowohl wegen seiner künstlerischen Qualität als auch als Zeugnis für die politische Aktualität dieses literarischen Stoffes außerhalb Europas ausgewählt.

LESUNG AUS HAVELS NEUEM BUCH

Ein Höhepunkt ist die erste öffentliche Lesung in Deutschland aus dem neuen Buch von Václav Havel Prosím stručně (Bitte kurz fassen). Es ist eine Art Fortsetzung des bekannten Interviews, das der Journalist Hvížďala vor zwanzig Jahren aus dem Bonner Exil mit Havel führte (auf Deutsch unter dem Titel "Fernverhör" erschienen), ergänzt durch Tagebucheintragungen und Dienstanweisungen Havels aus seiner Präsidentenzeit.

Es wird nicht nur Václav Havel gefeiert, sondern wird auch den deutschen Entdeckern und Fürsprechern seiner Stücke Ehre erwiesen. So liegt der Schwerpunkt der Ausstellung Die bühnenbildnerische Interpretation der Theaterstücke von Václav Havel auf deutschen Inszenierungen.

Die Veranstaltung soll darüber hinaus eine Plattform der Begegnung von Theaterschaffenden aus Tschechien und Deutschland bieten.

PLASTIC PEOPLE

Zum Schluss gibt es ein Konzert der legendären tschechischen Underground-Rockband Plastic People of the Universe, deren Verhaftung im Jahre 1976 ein Auslöser für die Entstehung der Charta 77 war.

Wir danken dem Österreichischen Kulturforum Berlin für die freundliche Unterstützung, sowie dem Tschechischen Literaturfonds für die Förderung der szenischen Lesung.

VERANSTALTUNGSORT

Haus der Berliner Festspiele, Schaperstraße 24, 10719 Berlin
Fahrverbindungen: U3, U9 Spichernstraße

EINTRITTSKARTEN

für die Theatervorstellung am 6.10. und das Konzert am 7.10. sind ab 4.9.2006 an der Kasse im Haus der Berliner Festspiele erhältlich, Schaperstraße 24, Mo-Sa 14 – 18 Uhr, Tel. 030 - 254 89 100.

Kostenlose Tageskarten für die weiteren Veranstaltungen gibt es an den Tageskassen und bei telefonischer Anmeldung unter 030 - 254 89 100.

WEITERE INFORMATIONEN

Den Programmablauf entnehmen Sie bitte der Einladungskarte. Nähere Informationen finden Sie auf der Internetseite www.czechcentres.cz/berlin

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N E U E  S T Ü C K E  A U S  E U R O P A

Die Dramaturgische Gesellschaft auf der Theaterbiennale des Staatstheaters Wiesbaden:

Die Liebe zum Autor – Zweckbündnis, Symbiose oder Hype?
Perspektiven der Zusammenarbeit zwischen Theatern und Autoren

Sonntag, 18.Juni 2006. 15 Uhr, Festivalzelt

In den letzten Jahren gingen starke Initiativen von Theatern aus, Autoren zu fördern und mit Aufträgen zu binden. Autorennächte, Workshops, Stückemärkte, Lesereihen usw. gehören an vielen Theatern zum festen Bestand. Das Theater betätigt sich als Förderer, Auftraggeber und als Medium für neue Dramatik. Dennoch ist die absolute Zahl von Uraufführungen an Theatern nicht gestiegen. Wird zuviel Mittelmaß gefördert, das letztlich den Sprung auf die Bühne nicht schafft? Ist die Förderung neuer Dramatik durch die Theater ein Hype, der irgendwann vorbei geht, ohne Spuren zu hinterlassen? Welche Formen der Zusammenarbeit zwischen Autoren und Theatern haben sich als sinnvoll erwiesen und garantieren eine gewisse Nachhaltigkeit jenseits von Moden und Strömungen?

Es diskutieren:
Maja Das Gupta (freie Autorin, Absolventin des Deutschen Literaturinstituts Leipzig), John von Düffel (Autor, Dramaturg am Thalia Theater Hamburg, Dozent für Szenisches Schreiben), Uwe Gössel (Dramaturg und Autor, Leiter des Internationalen Forums beim Theatertreffen) Peter Spuhler (Intendant, Theater der Stadt Heidelberg).
Moderation: Dr. Dagmar Borrmann (Schauspielleitung, Hessisches Staatstheater Wiesbaden)

In Zusammenarbeit mit der Dramaturgischen Gesellschaft.


NEUE STÜCKE AUS EUROPA
15. – 25. Juni 2006 Theaterbiennale des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden.
Weitere Informationen unter www.staatstheater-wiesbaden.de

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T H E A T E R T R E F F E N   2 0 0 6

tt talentetreffen

Erstmalig findet in diesem Jahr im Rahmen des Theatertreffens das „tt talentetreffen“ statt. Auch die Dramaturgische Gesellschaft wird dort präsent sein, schauen Sie doch herein!

Impulse – Messe – Diskussionen

Samstag, 20. Mai 2006 von 12.00 – 17.00 Uhr
Haus der Berliner Festspiele
Offizielle Eröffnung 12.00 Uhr
(Akkreditierung ab 11.00 Uhr)
Eintritt frei. Akkreditierung wird empfohlen


tt talentetreffen

Noch vor zwanzig Jahren haben viele Schauspieler, Regisseure und Dramaturgen fast ausschließlich an Stadt- und Staatstheatern gearbeitet. Heute sind die meisten freischaffend und Fragen nach Projektförderung, Kooperationspartnern und Produktionsbedingungen längst Standard. Das Theatertreffen lädt alle noch nicht etablierten, aber professionell arbeitenden Theatermacher, Dramatiker und Kulturjournalisten ins Haus der Berliner Festspiele ein.

Zum Auftakt halten der Schauspieler Josef Bierbichler, der Schriftsteller Moritz Rinke und die Kulturanthropologin Isabell Lorey inspirierend-provozierende Impulsreferate: Reflexionen über das Jungsein, Glück und Leid des Talentiertseins und die veränderten Lebensentwürfe freischaffender Künstler. Im Anschluss eröffnet der Intendant der Berliner Festspiele Joachim Sartorius die Messe, auf der exklusive Beratungsgespräche angeboten werden. Parallel zur Messe finden nacheinander drei Podiumsdiskussionen mit renommierten Gästen statt: zu Fragen der Theaterkritik, der Nachwuchsdramatik und der Außenwahrnehmung des deutschsprachigen Theaters. Abends lädt die Talentetreffenparty zum Tanzen und Feiern ein.
Weitere Informationen unter: www.talentetreffen.de

Schirmherr des Talentetreffens:
Prof. Klaus Zehelein, Intendant Staatsoper Stuttgart und Präsident des Deutschen Bühnenvereins

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H E I D E L B E R G E R  S T Ü C K E M A R K T  2 0 0 6:

Streitgespräch „Theater ohne Autor“
Die Dramaturgische Gesellschaft beim Heidelberger Stückemarkt 2006:

Samstag 6. Mai 2006 17 Uhr, zwinger 3

Wenn bei Uraufführungen das Regieteam auf die Bühne kommt, fehlt immer öfter eine Figur, der bis vor kurzem ein ganz besonderer Applaus galt: der Autor. Wenn es um aktuelle Themen geht, entwickeln Regisseure, Dramaturgen, Schauspieler häufig lieber selber ihre Texte, als einen Autor mit einem Werk zu beauftragen. Über diese dramatische Tendenz diskutieren Betroffene im Rahmen des Heidelberger Stückemarktes 06, der einerseits neue Texte von Autoren vorstellt, andererseits aber auch so viele Stückentwicklungen ohne Autor wie noch nie: SCHÖPFER DER EINKAUFSWELTEN, FRIEDRICHSTRASSE, Z, VABANQUE.

Streitgespräch über Stückentwicklungen und Auftragswerke
mit Sandra Strunz (Regisseurin "Vabanque"), Lutz Hübner (Autor), Bernd Schmidt (Bühnenverleger), Peter Spuhler (Intendant Theater und Philharmonisches Theater der Stadt Heidelberg / Dramaturgische Gesellschaft)
Leitung: Jan Linders (Dramaturgische Gesellschaft / Juror Stückemarkt),

In Kooperation mit der Dramaturgischen Gesellschaft.

Heidelberger Stückemarkt
3.- 14. Mai 2006 / Programm und Karten beim Theater der Stadt Heidelberg
und unter www.heidelberger-stueckemarkt.de

 

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