Christian Holtzhauer
Dramaturgie zwischen Kunst
und Geschäft.
Überlegungen vor der Diskussion zum Thema: Der
Dramaturg als
(Ko-)Produzent
Alter Wein in neuen Schläuchen? Oder eher umgekehrt?
Unter der Berufsbezeichnung „Dramaturgie“
wird im Theateralltag längst eine Vielzahl verschiedener
Aufgaben und Zuständigkeitsbereiche zusammengefasst.
Am ehesten darf noch als Konsens gelten, dass zu den
wichtigsten Kompetenzen des am Theater beschäftigten
Dramaturgen nach wie vor die Gestaltung des Spielplans,
die Vorbereitung und Begleitung der Inszenierungen
sowie die Vermittlung der künstlerischen Arbeit
ans Publikum zählen. Fraglich erscheint jedoch,
ob diese zentralen Kompetenzen in der alltäglichen
Berufspraxis tatsächlich noch den Hauptteil der
Arbeit ausmachen. Mal ganz ehrlich: wie viel seiner
Arbeitszeit verwendet ein Dramaturg heute noch auf
die Textarbeit oder die gründliche Vor- und Nachbereitung
der Inszenierungen?
Trotzdem ist der Einwand, dass es schon immer zum
Berufsalltag des Dramaturgen gehört habe, für
viele verschiedene Dinge zuständig zu sein und
damit die aktuelle Diskussion der Dringlichkeit entbehre,
nur teilweise richtig. Nicht zuletzt aufgrund gravierender
Veränderungen in den ökonomischen und strukturellen
Bedingungen von Theaterarbeit, sieht sich der Dramaturg
heute zunehmend mit organisatorischen und kommunikativen
Aufgaben konfrontiert, die das herkömmliche Verständnis
von Dramaturgie als Beruf gehörig strapazieren.
In Ermangelung eines besseren Begriffs – aber
auch in Ermangelung spezialisierten Personals –
werden diese Aufgaben jedoch nach wie vor in der Berufsbezeichnung
bzw. in der Person des Dramaturgen gebündelt.
Der Versuch jedoch, die „herkömmlichen“
und die „neuen“ Aufgaben und Anforderungen
unter einen Hut zu bringen, führt zwangsläufig
zu einer Verschiebung der Tätigkeitsschwerpunkte
und damit vielleicht doch zu einer Neubestimmung des
Berufbilds.
Folgende These könnte daher als Ausgangsbasis
für die Diskussion über das gegenwärtige
und das zukünftig zu erwartende Berufsbild des
Dramaturgen dienen: Trotz gleichlautender Bezeichnung
hat sich das Aufgabenfeld des Dramaturgen verändert,
vor allem aber drastisch erweitert. Neben der Begleitung
und Betreuung der künstlerischen Arbeit selbst
ist der Dramaturg immer häufiger damit beschäftigt,
die ökonomischen und strukturellen Grundlagen
der Theaterarbeit zu sichern oder sogar herzustellen.
Oder anders: Weniger das Theater als Kunst, sondern
zunehmend das Theater als Geschäft sind Gegenstand
der dramaturgischen Arbeit.
Im Folgenden seien einige Beispiele gegenwärtiger
dramaturgischer Arbeit genannt, die diese These illustrieren
sollen. Sie entstammen meiner bisherigen Berufspraxis
als Programmverantwortlicher einer freien Spielstätte.
Ich gehe jedoch davon aus, dass sich diese im freien
Theater gesammelten Erfahrungen auch auf das institutionalisierte
Theater übertragen lassen und auch dort zunehmend
wichtig werden – und vielleicht sogar für
das Überleben des Theaters notwendige Strategien
bereithalten.
Der Dramaturg als Organisator
und Projektmanager
Theater wird immer häufiger auf Projektbasis
realisiert: Regisseur oder Choreograf, Bühnenbildner,
Dramaturg und Schauspieler schließen sich für
einen bestimmten Zeitraum zusammen, um gemeinsam eine
Produktion zu erarbeiten. Nach der letzten Vorstellung
trennt sich das Ensemble wieder, um in anderen Konstellationen
neue Projekte zu verwirklichen. Diese Arbeitsweise
ist zwar vor allem im freien Theater anzutreffen,
doch auch im institutionalisierten Theater nimmt die
Zahl solcher Projekte zu – denn um nichts anderes
handelt es sich bei den zeitlich befristeten „Sonderprogrammen“
(wie etwa Koproduktionen, Gastspiele, Festivals),
die das Repertoireprogramm ergänzen und mitunter
dominieren. Auch zahlreiche Kommunen beschließen
mittlerweile, ihre Kulturangebote in Form von „Events“,
also zeitlich konzentrierten, dabei aber maximal publikumswirksamen
Veranstaltungen, zu organisieren.
Charakteristisch für die Projektarbeit ist neben
der zeitlichen Befristung, dass häufig nicht
auf bestehende Strukturen zurückgegriffen wird.
Jedes Projekt erfordert eine eigene, ihm besonders
angemessene Organisationsform, die zunächst geplant
werden will. Bei dieser Planung ist der Dramaturg
von Anfang an dabei. Im Alleingang oder mit einem
Partner entwickelt er anschließend aus einer
Idee ein Konzept, das neben dem eigentlichen künstlerischen
Inhalt auch die organisatorischen und finanziellen
Bedürfnisse der geplanten Arbeit berücksichtigen
muss.
Kann das Projekt schließlich realisiert werden,
findet sich der Dramaturg oft in einer Doppelfunktion
wieder: Da gerade im freien Theater das Geld besonders
knapp ist, erfüllt er neben inhaltlichen Aufgaben
auch die Funktion eines Produktionsleiters, der die
organisatorische und finanzielle Vorbereitung und
Abwicklung des Projekts betreut.
Der Dramaturg als Geldbeschaffer
Projekte konzipieren ist gut und schön, für
ihre praktische Umsetzung braucht man aber zunächst
einmal Geld. Für das freie Theater gilt das sowieso
immer, aber auch die subventionierten Theater sind
bei der Realisierung ihrer Vorhaben in zunehmendem
Maße auf zusätzliche finanzielle Unterstützung
angewiesen. Also müssen potentielle Geldgeber
ausfindig gemacht, Finanzierungsstrategien aufgestellt,
Konzeptpapiere geschrieben und Förderanträge
eingereicht werden. Das verlangt natürlich andere
Fähigkeiten und Erfahrungen als jene, die zur
literarischen Textanalyse notwendig sind, zumindest
nämlich die Kenntnis der kulturpolitischen Landschaft,
ein profundes Interesse an Subventions-, Steuer- und
Arbeitsrecht, Erfahrungen in der Veranstaltungsorganisation
und natürlich Zeit und Talent für Lobbyarbeit.
Und dass ein Antrag auf finanzielle Förderung
sich anderer Vermittlungsstrategien bedienen muss
als ein den Inszenierungsansatz erläuterndes
Programmheft, versteht sich von selbst.
Der Dramaturg als Schnittstelle
zwischen den Koproduzenten
„Koproduktion“ ist das neue Zauberwort,
und die Redewendung „Lass uns mal was zusammen
machen!“ gehört mittlerweile zum Standardvokabular
moderner Theaterleiter. Ob Koproduktionen tatsächlich
den erhofften ökonomischen Nutzen erbringen,
ja ob die Mehrzahl der derzeit existierenden Theaterapparate
überhaupt dafür geeignet ist, steht auf
einem anderen Blatt. Bei zahlreichen Koproduktionen
geht es jedoch nicht in erster Linie um Geld, sondern
um Prestige: Weil man sich auf diese Weise vielleicht
eine Uraufführung leisten oder zumindest teilen
kann. Oder ob man auf einmal in einer Theaterliga
mitspielt, in die man sonst nur schwerlich vorgedrungen
wäre – weil man vielleicht das Pech hat,
nicht auf einer der Reiserouten der Kollegen von „Theater
heute“ zu liegen. Nicht zuletzt verhelfen Koproduktionen
zur überregionalen Wahrnehmung der eigenen Arbeit,
was bei der nächsten Kürzung des kommunalen
Kulturetats durchaus lebensrettend sein kann.
Ironie beiseite: Gerade für freie Produktionen
sind Koproduktionen tatsächlich oft die einzige
Chance, das notwendige Produktionsbudget aufzutreiben
und auf eine dem Arbeitseinsatz angemessene Anzahl
an Aufführungen zu kommen. Dem Dramaturgen, der
solche Kooperationen initiiert und betreut, werden
vor allem enorme kommunikative Fähigkeiten abverlangt,
außerdem Verhandlungsgeschick und natürlich
wieder Organisationstalent. Wichtigste Voraussetzung
ist eine hervorragende Vernetzung, denn es ist nicht
leicht, den für das jeweilige Projekt passenden
Kooperationspartner zu finden und ihn dann auch noch
zu überzeugen, sich an dem Vorhaben zu beteiligen.
Und da mittlerweile viele Theaterformen und -produktionen
nicht mehr an Länder- oder Sprachgrenzen gebunden
sind, gerade aber die westlichen Nachbarländer
sich aufgrund ihrer jeweiligen Theatersysteme besonders
für Koproduktionen eignen, empfehlen sich Fremdsprachenkenntnisse
sowieso.
Der Dramaturg als Talentscout,
Agent und Manager
In einer Zeit, in der die gefragten Regisseure und
Schauspieler sich nur noch höchst selten fest
an ein Haus binden, in der andererseits allem, was
„neu“ ist, besondere Aufmerksamkeit zuteil
wird, möchte man als Theater natürlich die
Nase vorn haben und nicht nur die Stars, sondern auch
die Stars von morgen schon heute präsentieren
können. Der Dramaturg ist dabei, pardon, das
Trüffelschwein. Kaum ein Ort eignet sich besser
für ein zufälliges Treffen mit Kollegen
als die Leistungsschauen des etablierten Theaters
und die wie die Pilze aus dem Boden schießenden
Nachwuchsfestivals. Voraussetzung dafür, immer
und überall der schnellste zu sein, ist wiederum
eine gute Vernetzung und eine ausgiebige Reisetätigkeit.
Damit verlagert sich der Ort der Berufsausübung
jedoch weg von der Probebühne oder dem Büro
hin zur Flughafenlobby und zum Zugabteil. Mobiltelefon
am Ohr und Notebook auf den Knien prägen zunehmend
das Erscheinungsbild des modernen Dramaturgen.
Da die Möglichkeiten für selbständige
Arbeit auch für Dramaturgen ständig zunehmen
und sich verbessern, empfiehlt es sich für Dramaturgen,
als Agent in eigener Sache aufzutreten, denn schließlich
ist jeder Freiberufler selbst dafür verantwortlich,
dass die Aufträge den Weg zu ihm finden. Am besten
geschieht das durch die Bildung von Arbeitspartnerschaften.
Gelingt es dem Dramaturgen, seinen Regisseur erfolgreich
an einen potentiellen Produzenten zu vermitteln und
sich gleich selbst als Produktionsdramaturg verpflichten
zu lassen, ist für das Auskommen zumindest kurzfristig
gesorgt. So wird der Dramaturg nicht nur zum Agenten
seines Regisseurs, sondern auch seiner selbst.
Schon im Ensembletheater spielt die Besetzung eine
Rolle, und ein guter Dramaturg wird seinem Regisseur
immer die für die jeweilige Produktion geeignetsten
Schauspieler freizuhalten suchen. In frei produzierten
Projekten kommt dem Dramaturgen bei der Zusammenstellung
des Teams eine noch größere Bedeutung zu,
sind doch fast alle Positionen zunächst vakant.
Aufgrund seiner im Laufe seines Berufslebens gesammelten
zahlreichen Kenntnisse und Kontakte ist der Dramaturg
am ehesten in der Lage, die noch gesuchte Kostümbildnerin
oder den für die Rolle besonders geeigneten Schauspieler
aufzutreiben.
Der Dramaturg als Kommunikationstalent
und Marketingstratege
In den letzten Jahren ist nicht so sehr die künstlerische
Arbeit selbst Gegenstand vieler betriebsinterner Debatten
gewesen, sondern die geglückte oder eben nicht
geglückte Vermittlung des Beabsichtigten an das
Publikum. (Von der Bundesregierung, die das schlechte
Image ihres Reformprogramms ebenfalls auf ein Vermittlungsproblem
zurückführt, kann man in dieser Hinsicht
– zumindest im Negativen – noch einiges
lernen.)
Man mag sich gegen den Begriff sträuben: Zielgruppenmarketing
hat nicht ohne Grund auch in der öffentlich geförderten
Kultur Einzug gehalten. Dass eine einzige Produktion
nicht allen am Theater Interessierten gleichermaßen
gefallen kann, dass man, um „neue“ Publikumsschichten
zu gewinnen, diese durch Inhalt und Verpackung gezielt
ansprechen muss, ist mittlerweile eine Binsenweisheit.
Dem Dramaturgen kommt hierbei eine Schlüsselfunktion
zu, muss er doch wissen, welche Publikumsschichten
sich für welche Inhalte interessieren, und auf
welchen Informationskanälen man dieses Publikum
am besten erreicht. Dadurch erhöhen sich der
Marketingaufwand und damit der Bedarf an kompetentem
Personal enorm. Zahlreiche Theater haben das bereits
erkannt und deshalb in den letzten Jahren im Bereich
der Öffentlichkeitsarbeit personell aufgestockt
sowie spezielle Ansprechpartner gerade für jüngere
Zuschauer zur Verfügung gestellt. Die meisten
dieser Mitarbeiter werden nach wie vor aus dem Umfeld
der Dramaturgie rekrutiert.
Der Dramaturg als Kurator
Die Aufgaben, die dem Dramaturgen eines Festivals
oder auch einer freien Spielstätte zufallen,
unterscheiden sich von denen des Stadttheaterdramaturgen
vor allem dadurch, dass der Bereich der Produktionsdramaturgie
fast immer fehlt. Beim Festival wie auch im freien
Theater und im Gastspielbetrieb macht man „Programm“.
Mittlerweile leisten sich auch einige Ensembletheater
Dramaturgen, die speziell für die Auswahl und
Durchführung von Gastspielen zuständig sind.
Ähnlich wie bei einem Ausstellungskonzept entwirft
der Programm-Macher entweder einen Sinn stiftenden
Rahmen für die ausgewählten Produktionen
oder er gibt ein Thema vor, zu dem Inszenierungen
in Auftrag gegeben werden. In Anlehnung an die vergleichbare
Funktion im Kunstbetrieb kann man den Festivaldramaturgen
daher als Kurator bezeichnen.
Und da die Zahl der Festivals und festivalähnlichen
Veranstaltungsformate – sie heißen beispielsweise
„Schwerpunkt“, „Werkschau“,
„Reihe“ oder „Porträt“
– zunimmt, wächst auch der Bedarf an Experten,
die zu den jeweiligen Themen ein Programm zusammenstellen
können. Wenig überraschend, dass auch hier
eine ausgiebige Reisetätigkeit, gute Vernetzung,
Organisationstalent und Verhandlungsgeschick unabdingbare
Voraussetzung für die erfolgreiche Arbeit sind.
Wer kann das alles leisten?
Ich hatte eingangs die These formuliert, dass sich
das Berufsbild des Dramaturgen vielleicht weniger
verändert als viel mehr drastisch erweitert habe.
Gefragt werden muss in diesem Zusammenhang dann aber,
in welchem Umfang die herkömmlichen Aufgaben
bei dem Mehraufwand an Organisation, Kommunikation
und Geldbeschaffung überhaupt noch zu erfüllen
sind. Wir alle kennen ja schließlich die Klagen
von Regisseuren, Schauspielern und Kollegen über
abwesende, gehetzte, schlecht vorbereite und überarbeitete
Dramaturgen. Diese Klagen sind alles andere als neu,
aber gerade deswegen besonders ernstzunehmen. Solange
jedoch an den Theatern kein zusätzliches, auf
das jeweilige Aufgabengebiet spezialisiertes Personal
bereitsteht, das die hier skizzierten „neuen“
Aufgaben übernehmen könnte, werden sie sich
in der Person des Dramaturgen bündeln. Und damit
werden der Aufgabenbereich und das Arbeitspensum des
Dramaturgen noch größer.
Das ist jedoch, ganz egoistisch gesprochen, gar nicht
so schlimm, macht sich der Dramaturg auf diese Weise
doch für den Theaterbetrieb unentbehrlich. Wer
sagt da, dass Dramaturgie ein Beruf mit schlechten
Berufsaussichten sei? Das Gegenteil ist der Fall,
denn viele der für die Theaterarbeit notwendigen
Fähigkeiten und Kenntnisse lassen sich auch außerhalb
des institutionalisierten Theaters und darüber
hinaus in vielen anderen Arbeitszusammenhängen
sinnvoll einsetzen.
Zu entscheiden hätte sich der „Dramaturg
der Zukunft“ allerdings, wo und wie er sich
in die Theaterarbeit einzubringen wünscht –
ob nah an der künstlerischen Arbeit selbst oder
eher in der Steuerung des Gesamterscheinungsbilds
eines Theaters, ob als Partner in einem künstlerischen
Team oder eher als Weg- und Bett-Bereiter und Vermittler
für die Kunst. Und schließlich zieht die
sich verändernde Theaterlandschaft auch Konsequenzen
für die Art und Weise nach sich, wie der Dramaturg
seinen Beruf ausübt. Wie schon angedeutet, gibt
es heute eine Fülle an Möglichkeiten, den
Beruf des Dramaturgen abgekoppelt von den Theaterbetrieben
auszuüben. Nur geschieht das nicht immer freiwillig.
Egal jedoch, ob freiwillig oder nicht, Dramaturgie
als selbständig im Sinne des Arbeitsrechts ausgeübter
Beruf stellt eine Aufgabe in den Vordergrund: Die
Geldbeschaffung. Ohne Geld keine Kunst, und ohne finanzierte
Kunstprojekte auch keine bezahlte Arbeit für
den Dramaturgen.
Gut, mag man jetzt feststellen, früher hat sich
der Dramaturg mehr mit den Inhalten beschäftigt,
und heute geht es eben mehr ums Geschäft. Ist
ja nicht so schlimm. Statt eines abschließenden
Statements sei dann nur eine Frage gestattet: Wie
kann man sicherstellen, dass es im Theater zukünftig
nicht nur um die Absicherung des eigenen Arbeitsplatzes,
sondern ab und an auch noch um Kunst geht? Hier liegt
die eigentliche Herausforderung für den Dramaturgen
als (Ko-)Produzenten.
Christian Holtzhauer ist verantwortlich für
das künstlerische Programm der Berliner Sophiensaele.
Mit Beginn der Spielzeit 2005/06 wechselt er in die
Schauspieldramaturgie des Staatstheaters Stuttgart.