"DRAMATURGIE"
 
 
 
 

"dramaturgie"

Die Ausgabe 1/2008 der Zeitschrift "dramaturgie" ist Anfang Mai erschienen – unter dem Titel "ZEITWORTE" zugleich Dokumentation und Fortschreibung des Hamburger Symposions "GETEILTE ZEIT".


Gründe für eine Mitgliedschaft in der Dramaturgischen Gesellschaft

mehr


Mitgliedschaft

Sie wollen Mitglied der Dramaturgischen Gesellschaft werden? Hier geht es direkt zum Antragsformular.


 
 
"dramaturgie" | Heft 1 / 06

A R T I K E L  

"dramaturgie"
Zeitschrift der Dramaturgischen Gesellschaft

 

Heft 1 / 2006

Editorial

RADIKAL SOZIAL lautete das Thema der diesjährigen Jahrestagung der Dramaturgischen Gesellschaft, die vom 20. bis zum 22. Januar 2006 im Haus der Berliner Festspiele stattfand. Um alle Missverständnisse aus dem Weg zu räumen: Wir glauben nicht, dass Dramaturgen besonders radikal oder sozial sind, und auch zur Beschreibung des Theaters würden wir sicherlich zuerst andere Begriffe heranziehen. „Radikal sozial“ war – und ist – für uns vor allem eine Aufforderung, ein Wunsch, vielleicht eine Irritation und sicherlich eine Anregung, anders über unseren Beruf und unseren Arbeitsgegenstand nachzudenken: Die kontroversen Debatten, die der Titel bereits im Vorfeld der Tagung entfachte, und das Echo u.a. in „Theater heute“ und „Theater der Zeit“ belegen, dass wir mit unserer Themenwahl einen Nerv getroffen haben.

Die Formulierung „radikal sozial“ haben wir uns von dem Soziologen Dirk Baecker ausgeborgt, der unsere Tagung eröffnete. Auszüge aus seinem Vortrag sowie eine Auswahl von Beiträgen der anderen Referenten und Diskussionsteilnehmer haben wir in diesem Heft für Sie zusammengestellt. Wir hoffen, dass damit die auf unserer Tagung begonnene Debatte über die Möglichkeiten von Theater als Instrument und Ort, mit und an dem das „Soziale“ erforscht werden kann, neue Nahrung erhält.

Neben der Konzentration auf das Thema „radikal sozial“ haben wir auch mit der Struktur der Tagung neue Akzente gesetzt. In kleineren Arbeitsgruppen und Workshops sowie mit neuen Formaten der Informationsvermittlung, wie etwa dem „Schwarzmarkt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen“, ist es uns gelungen, zahlreiche Facetten unsere Themas aus verschiedenen Blickwinkeln zu untersuchen. Dass dabei nicht immer genügend Raum für Diskussion gegeben war und nicht alle Themen mit der notwendigen Gründlichkeit behandelt werden konnten, mag uns nachgesehen werden. Der erfreulich große Zuspruch zur Tagung, die erregten Debatten und die überwiegend positive Resonanz haben uns jedenfalls ermutigt, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

Wir möchten an dieser Stelle nicht versäumen, uns bei unseren Gastgebern, den Berliner Festspielen und ihren Mitarbeitern, bei unseren Geldgebern, dem Hauptstadtkulturfonds und dem Landesverband Berlin des Deutschen Bühnenvereins, die auch die Publikation dieser Dokumentation ermöglicht haben, bei allen Referentinnen und Referenten und natürlich bei all denjenigen, die uns bei der Vorbereitung und Durchführung der Tagung unterstützt haben, herzlich zu bedanken.

Nach der Tagung ist immer auch vor der Tagung. Noch am Abend des 22. Januar hat der Vorstand wieder die Köpfe zusammengesteckt und darüber beraten, welches Thema wir für unsere nächste Jahrestagung, die Anfang Februar 2007 am Theater der Stadt Heidelberg stattfinden wird, wählen sollten. Eine erste Information dazu finden Sie auf Seite 40.

Stärker als in den vergangenen Jahren - und nicht nur während der Jahrestagungen - wird die Dramaturgische Gesellschaft zukünftig Akzente in der Theaterlandschaft zu setzen versuchen. Unsere Beteiligung am Heidelberger Stückemarkt, am Internationalen Forum im Rahmen des Berliner Theatertreffens oder am Festival „Neue Stücke aus Europa“ in Wiesbaden sind nur der Anfang. Und stärker als bisher suchen wir auch den Kontakt mit Ihnen, den Mitgliedern, und mit denjenigen, die noch nicht Mitglied sind, es aber dringend werden sollten. Die Dramaturgische Gesellschaft kann nur dann ein Ort der lebendigen Debatte und des Gedankenaustauschs bleiben, wenn Sie sich aktiv daran beteiligen. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir die Themen diskutieren, die für unsere tägliche Arbeit, aber auch über das Tagesgeschäft hinaus von Interesse sind. Dazu gehört auch ein aktueller Newsletter, den wir per Mail an alle Mitglieder versenden. Fragen, Anregungen, Wünsche und Ihren Antrag auf Mitgliedschaft schicken Sie am besten gleich an: post@dramaturgische-gesellschaft.de!

Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Der Vorstand und die Geschäftsführerin der Dramaturgischen Gesellschaft

zurück nach oben  drucken
   

Aktuelles | Jahrestagung | Zeitschrift "dramaturgie" | Über uns | Mitglied werden | Kontakt | Impressum