Wir

Die Dramaturgische Gesellschaft (dg), 1956 in Berlin gegründet, vereint Theatermacher aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Sie versteht sich als offene Plattform für den Austausch über die künstlerische Arbeit, die Weiterentwicklung von Ästhetiken, Produktionsweisen und nicht zuletzt über die gesellschaftliche Funktion des Theaters. Zu den Mitgliedern der dg zählen Theatermacher aus allen Genres und allen Organisationsformen des Theaters, egal ob Stadttheater oder freie Szene, sowie Verleger, Journalisten und Studierende. Die Mitgliederzahl ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und hat mit 750 aktiven Mitgliedern im Jahr 2016 Jahr einen neuen Höchststand erreicht.

Zwei zentrale Aktivitäten der dg sind die Organisation der Jahreskonferenz und die Herausgabe des Magazins "dramaturgie". Einmal im Jahr veranstaltet die Dramaturgische Gesellschaft eine an wechselnden Orten stattfindende öffentliche Jahreskonferenz, zu der Referenten aus dem In- und Ausland eingeladen werden, sich in verschiedenen Formaten mit den Konferenzteilnehmern zu einem virulenten Thema der zeitgenössischen dramaturgischen Berufspraxis auszutauschen. Das Magazin "dramaturgie" greift die Themen der Jahreskonferenz in Form von schriftlichen und bildlichen Beiträgen auf.

Die Konferenzthemen der letzten Jahren waren:
• Berlin 2016 - "Was Tun. Politisches Handeln Jetzt"
• Linz 2015 - "Was alle angeht. Oder: Was ist (heute) populär?
• Mannheim 2014 – "Leben, Kunst und Produktion. Wie wollen wir arbeiten"
• München 2013 – "Es gilt das gesprochene Wort. Sprechen auf der Bühne – und über das Theater"
• Oldenburg 2012 – "Hirn. Geld. Klima. Theater und Forschung"
• Freiburg 2011 – "Wer ist WIR? Theater in der interkulturellen Gesellschaft"
• Zürich 2010 – "Vorstellungsräume. Dramaturgien des Raums"
• Erlangen 2009 – "europa erlangen. Wie kommt Europa auf die Bühne?"
• Hamburg 2008 – "Geteilte Zeit. Theater zwischen Entschleunigungsoase und Produktionsmaschine"
• Heidelberg 2007 – "Dem »Wahren, Guten, Schönen.« Bildung auf der Bühne"
• Berlin 2006 – "Radikal sozial. Wahrnehmung und Beschreibung von Realität im Theater"

Innerhalb der dg widmen sich die Arbeitsgruppen verschiedenen künstlerischen, gesellschaftlichen und berufspraktischen Themen. Außerdem verleiht die dg gemeinsam mit der Stadt Frankfurt/Oder, dem dort ansässigen Kleist-Forum und den Ruhrfestspielen Recklinghausen den Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker.

Mit ihren Tagungen und Aktivitäten rund ums Jahr leistet die dg einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Positionsbestimmung des Theaters. Indem zu den Konferenzen stets auch zahlreiche "theaterfremde" Referenten eingeladen werden, befördert die dg den Wissenstransfer zwischen den verschiedenen Disziplinen und setzt so neue Impulse für die künstlerische Arbeit.

Mitglieder der dg können diese als Netzwerk nutzen, zum Beispiel für die Bewerbung fachspezifischer Aktivitäten, sie haben freien Eintritt zur Jahreskonferenz, erhalten das Magazin "dramaturgie" kostenlos, bekommen regelmäßig den E-Mail-Newsletter und können sich in Arbeitsgruppen innerhalb des Vereins engagieren. Neue Mitglieder erhalten zudem ein kostenloses dreimonatiges Abo der Deutschen Bühne.