Informationen

Zielsetzungen

Die Dramaturgische Gesellschaft (dg) vereinigt Theatermacher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zu ihren Mitgliedern zählen außer Dramaturgen auch Regisseure, Intendanten, Verleger, Journalisten und Studenten. Die Dramaturgische Gesellschaft wurde 1956 in Berlin gegründet und ging aus dem 1953 entstandenen ”Dramaturgischen Arbeitskreis” hervor. Das zentrale Interesse der Dramaturgischen Gesellschaft gilt der Auseinandersetzung mit Themen und Stoffen, die im engeren oder weiteren Sinn dramaturgische Fragestellungen aufwerfen. Ziel ihrer Arbeit ist es, aktuelle künstlerische und gesellschaftspolitische Fragen und Positionen aufzugreifen, zu diskutieren und zu formulieren. Die Dramaturgische Gesellschaft versteht sich als ein offenes Gesprächs- und Diskussionsnetzwerk und Forum des Erfahrungsaustauschs zwischen Theatermachern. Neue Mitglieder und Impulse sind herzlich willkommen.

Vorstand

Hans-Peter Frings - geboren 1962, Dramaturg am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Nationaltheater Weimar.  2005 - 2009 Dramaturg am schauspielfrankfurt, 2000 – 2005 Schauspieldramaturg (seit 2003/2004 Chefdramaturg) am Nationaltheater Mannheim, 1990 – 2000 Dramaturg (seit 1995 Chefdramaturg) an den Freien Kammerspielen Magdeburg.

Uwe Gössel - geboren 1966, Theaterwissenschaftler, Dramaturg und Autor. Leiter des “Internationalen Forums, Theatertreffen/Berliner Festspiele”. 2002 – 2004 Dramaturg am Maxim Gorki Theater Berlin, 1999 – 2002 Schauspieldramaturg am Volkstheater Rostock.

Christian Holtzhauer - geboren 1974, Schauspieldramaturg am Staatstheater Stuttgart, von 2001 – 2004 Dramaturgie/Künstlerisches Programm Sophiensaele Berlin.

Birgit Lengers - stellv. Vorsitzende, geboren 1970, ist Theaterwissenschaftlerin (Universität Hildesheim, UdK Berlin), Dramaturgin (German Theater Abroad) und Moderatorin (u.a. “Stückemarkt” , Theatertreffen/Berliner Festspiele.) Publikationen u. a. in “Text + Kritik”, “Theater der Zeit”, “Die Deutsche Bühne”. Ab der Spielzeit 09/10 Leitung des Jungen DT am Deutschen Theater in Berlin, gem. mit Barbara Kantel.

Jan Linders - geboren 1963, lebt als freier Dramaturg, Regisseur und Autor in Berlin. Stück- und Projektentwicklungen u. a. am HAU, Sophiensaele, Maxim Gorki Theater, schauspielfrankfurt und international. Ab Herbst 2009 Schauspieldirektor am Theater und Philharmonischen Orchester der Stadt Heidelberg.

Christoph Macha - kooptiertes Vorstandsmitglied, geboren 1986, seit 2007 Studium der Dramaturgie an der HMT “Felix Mendelssohn Bartholdy” Leipzig und an der Zürcher Hochschule der Künste; Assistenzen am Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen und  Hans Otto Theater Potsdam und bei She She Pop. Ab der Spielzeit 2010/2011 Dramaturg am Jungen Staatstheater Braunschweig.

Amelie Mallmann - geboren 1975; von 2002 - 2005 Dramaturgin am u\hof:, Theater für junges Publikum am Landestheater Linz; seit 2005 Theaterpädagogin und Dramaturgin am THEATER AN DER PARKAUE, Junges Staatstheater Berlin.

Peter Spuhler - Vorsitzender, geboren 1965, Intendant des Theaters und Philharmonischen Orchesters der Stadt Heidelberg, 2002 – 2005 Intendant des Landestheaters Württemberg-Hohenzollern Tübingen Reutlingen (LTT), 1998 – 2002 Leitender & geschäftsführender Dramaturg & Schauspieldirektor am Volkstheater Rostock.

Die Geschäfte führt:

Suzanne Jaeschke - geboren 1968, Dramaturgin und freie Produktionsleiterin.

Mitgliedschaft

Der Jahresbeitrag für Mitglieder beträgt nach Beschluss der

Mitgliederversammlung vom 21.01.2006:

  • persönliche Mitglieder EUR 62,- / ermäßigt EUR 22,-
  • korporative Mitglieder EUR 210,-

In der Schweiz:

  • persönliche Mitglieder CHF 143,- / ermäßigt CHF 50,-
  • korporative Mitglieder CHF 494,-

Gründe für eine Mitgliedschaft

1. Durch Ihre Mitgliedschaft ermöglicht, veranstaltet die Dramaturgische Gesellschaft einmal jährlich eine thematische Fachkonferenz. Ziel dieser öffentlichen Konferenz ist es, am Puls der Zeit drängende künstlerische und gesellschaftspolitische Fragen und Positionen aufzugreifen, sie im Hinblick auf theoretische und praktische Fragen der Dramaturgie zu diskutieren und zu formulieren. Für Mitglieder ist die Teilnahme an der Konferenz kostenfrei.

2. Mitglieder der Dramaturgischen Gesellschaft werden durch regelmäßige Newsletter über berufsrelevante Veranstaltungen und Fortbildungsmöglichkeiten informiert und sind unmittelbar in das Gesprächs- und Diskussionsnetzwerk von Dramaturginnen und Dramaturgen verschiedener Arbeitsfelder einbezogen.

3. Darüber hinaus ist es uns durch Ihre Mitgliedschaft möglich, zusätzlich zu den Jahrestagungen, als Kooperationspartner bei verschiedenen berufsrelevanten Veranstaltungen aufzutreten. Die Dramaturgische Gesellschaft ist in diesem Sinne offen für Initiativen jedes ihrer Mitglieder.

4. Der Bezug der Zeitschrift „dramaturgie“

ist in der Mitgliedschaft enthalten. Sie erscheint zweimal jährlich als Programmheft und Dokumentationsheft zu den Jahrestagungen.

5. Neue Mitglieder erhalten sechs Ausgaben der Deutsche Bühne als Probeabo.

Satzung

Satzung der Dramaturgischen Gesellschaft

Antragsformular

Antragsformular

Veranstaltungen und Aktivitäten der letzten Jahre

seit 1995

Verleihung des Kleist-Förderpreises für junge Dramatiker zusammen mit der Stadt Frankfurt (Oder), den Ruhrfestspielen Recklinghausen und der Frankfurter Messe- und Veranstaltungsgesellschaft

2010

Jahreskonferenz im Januar: “VORSTELLUNGSRÄUME. Dramaturgien des Raums”, in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule der Künste (Department Darstellende Künste und Film), dem Theaterhaus Gessnerallee und dem Schauspielhaus Zürich.

Dramaturgentreffen im Rahmen der Autorentheatertage am Deutschen Theater Berlin

Unterstützung der Autorenlounge beim Kaltstart Hamburg - Festival für junges Theater

2009

Symposion im Januar/Februar: “europa erlangen” im Theater Erlangen und im Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Universität Erlangen-Nürnberg Universität, Erlangen

Teilnahme an der Tagung LEIPZIGER DRAMATURGIE HEUTE - STUDIUM PRAXIS FORSCHUNG der Fachrichtung Dramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater “Felix Mendelssohn Bartholdy” Leipzig

2008

Symposion im Februar: “GETEILTE ZEIT - Theater zwischen Entschleunigungsoase & Produktionsmaschine” am Thalia-Theater / Gaußstraße, Hamburg

Informationsstand im Mai beim tt talentetreffen des Theatertreffens im Haus der Berliner Festspiele

2007

Symposion im Februar: “Dem Wahren, Guten und Schönen –Bildung auf der Bühne?” im Theater der Stadt Heidelberg

Informationsstand im Mai beim tt talentetreffen des Theatertreffens im Haus der Berliner Festspiele

2006

Szenische Lesung aus Dramen Václav Havels bei der Festtagung “Václav Havel in Theater (und Politik)“, Oktober 2006 im Haus der Berliner Festspiele

“Die Liebe zum Autor – Zweckbündnis, Symbiose oder Hype?“ Podiumsdiskussion im Rahmen der THEATERBIENNALE - NEUE STÜCKE AUS EUROPA des Staatstheaters Wiesbaden im Juni 2006

Teilnahme am tt talentetreffen im Rahmen des Internationalen Forums beim Theatertreffen im Mai 2006 in Berlin

“Theater ohne Autor“ Streitgespräch über Stückentwicklungen und Auftragswerke beim Heidelberger Stückemarkt im Mai 2006

Symposion “Radikal Sozial – Wahrnehmung und Beschreibung von Realität im Theater“ im Januar 2006 im Haus der Berliner Festspiele

2005

Symposion “Theater – Produzieren für die Zukunft, in der Zukunft” in Frankfurt/Main

2004

“Schnittstelle Theater” Symposion über Theater und Medien, an der Volksbühne Berlin; Workshop mit Autoren auf der “THEATERBIENNALE – NEUE STÜCKE AUS EUROPA” in Wiesbaden;

2002

“www.hotel-reiss.de” Autorenprojekt des Forums Junge Dramaturgie mit dem Staatstheater Kassel zu den Hessischen Theatertagen

2001

Symposion über neue polnische, tschechische und deutsche Dramatik in Jelena Góra, Polen

Freie Arbeitsgruppen

    Forum Diskurs Dramaturgie

Das Forum Diskurs Dramaturgie, eine offene Arbeitsgruppe der Dramaturgischen Gesellschaft, wurde 2008 von Natalie Driemeyer und Jan Deck gegründet. Es dient der Diskussion unterschiedlicher Ansätze zeitgenössischen dramaturgischen Denkens – interdisziplinär, genre- und spartenübergreifend. Eine Verknüpfung von Diskursen aus Gesellschaft und Wissenschaft mit Theorien und Praktiken der Darstellenden Kunst stellt hierbei die Grundlage dar.

Die Veranstaltungen bieten die Plattform für einen Austausch, der in dieser Form während des alltäglichen Theaterbetriebs kaum stattfinden kann – ein Austausch zwischen Künstlern und Wissenschaftlern, zwischen langjährig professionell Theaterschaffenden und Studierenden, zwischen Stadt- sowie Staatstheatern und Freier Szene.

Mehr: forumdiskurs@dramaturgische-gesellschaft.de

    dg:möglichmacher

Die dg hat sich in den letzten Jahren stark verjüngt, trotzdem ist für viele Studenten, junge Dramaturgen aus Stadttheater und freier Szene eine Reise zu den Tagung mit hoher finanzieller Belastung verbunden oder nicht möglich. Auf der letzten Mitgliederversammlung gab es ein klares Signal der anwesenden Mitglieder, dass es eine Art „Stipendium“ für junge Dramaturgen geben soll. Kurz nach der Zürcher Tagung haben sich Lene Grösch (Dramaturgin in Ingolstadt), Christa Hohmann (Dramaturgin in Kassel) und Christine Böhm (Studentin in Berlin) zusammengeschlossen und die freie Arbeitsgruppe „dg:möglichmacher“ gegründet. Bis zur nächsten Tagung wollen sie ein Stipendium aus Spenden von Theatern, Hochschulen und Privatpersonen für junge Dramaturgen anbieten. Eine Teilnahme an der Tagung soll auf dieser Weise möglich gemacht werden. Die drei jungen Dramaturginnen sind auf die Hilfe der gesamten dg angewiesen und planen für die nächsten Monate verschiedene Aktionen. Der Vorstand und die Geschäftsführung der dg unterstützen die „dg:möglichmacher“ nach Kräften.

Mehr: moeglichmacher@dramaturgische-gesellschaft.de