Konferenz



Jul 19 2010

Tagung 2011




Die Auseinandersetzung der Jahreskonferenz 2010 mit den Räumen des Theaters mündete in der Frage nach den Aufgaben der (Stadt-)Theater in den nächsten zehn/zwanzig Jahren. Dieser Frage widmet sich die Jahreskonferenz 2011, die vom 27. bis zum 30. Januar 2011 in Freiburg stattfinden wird. In ständigen Austausch mit Barbara Mundel (Intendantin Freiburg) und Joseph Mackert (Chefdramaturg) entwickelt der Vorstand der dg im Moment konkrete herausfordernde Fragestellungen und eine klare Struktur der Tagung mit Referenten aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, so wie verschiedenen Bereichen der Kunst.

Wir stehen vor dem Phänomen einer sich immer schneller immer stärker ausdifferenzierenden Gesellschaft, die aus verschiedenen sozialen Gruppen (Milieus) besteht mit jeweils unterschiedlichen Interessen, Erfahrungen, Traditionen, Bräuchen, Sprachen, Religionen, Lifestyles etc. Diese Gesellschaft ist nicht statisch, sondern in ständiger Bewegung begriffen. Die drängendste Frage für eine solche interkulturelle Gesellschaft ist die Frage nach dem ständig neu zu verhandelnden Ausgleich der Interessen zwischen diesen verschiedenen Gruppen. Aufgabe der Kulturinstitutionen ist dabei die Durchlässigkeit zwischen den Gruppen auf kultureller Ebene zu fördern. Wie ermöglicht man einem möglichst großen Teil der Stadtbevölkerung die Teilhabe an den kulturellen Angeboten? Oder für uns: Wie kann es gelingen, Theater in und mit einer Stadt zu machen - nicht ÜBER eine Stadt! - und ihrer Vielfältigkeit Rechnung zu tragen? Wie kann das Theater dazu beitragen, die Wandlungsprozesse unserer Gesellschaft nicht nur abzubilden und zu reflektieren, sondern vielleicht auch voranzubringen? Worin sehen die Theater in einer solchen Gesellschaft ihre Kernaufgaben - und wie sind sie dafür gerüstet?

Wir halten Sie während der Vorbereitungen der Konferenz auf dem Laufenden mittels unserer Website, unserer Facebook-Seite, ebenfalls auf www.theater.freiburg.de






Jan 15 2010

Tagung 2010: VORSTELLUNGSRÄUME. Dramaturgien des Raums




Förderer und Kooperationspartner

Liebe Mitglieder und Freunde der Dramaturgischen Gesellschaft!

Wir möchten Sie ganz herzlich zu unserer Jahreskonferenz "VORSTELLUNGSRÄUME. Dramaturgien des Raums" vom 29. bis 31. Januar 2010 einladen. Die Konferenz findet in Zürich statt und ist damit ideal platziert. Denn die Schweiz war nicht nur die Heimat der ersten modernen Raumerfinder der Bühnenkunst, Adolphe Appia und Émile Jaques-Dalcroze. An der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) gibt es auch das führende Postgraduierten-Programm in Szenografie und Spatial Design, und die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich ist eine der weltweit führenden Institutionen im Bereich Architektur und Städtebau.

In enger Kooperation mit der ZHdK, dem Theaterhaus Gessnerallee und in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Schauspielhaus möchten wir aktuelle Entwicklungen der Raumästhetik und der Raumdramaturgie untersuchen sowie die Rolle des Theaters als öffentlicher Raum und im öffentlichen Raum überprüfen.

Wir wollen fragen nach:
1) dem Umgang mit den szenischen Räumen im zeitgenössischen Theater bzw. den aktuellen Tendenzen in der Szenografie;
2) den neuen Herausforderungen an die Theaterarchitektur und insbesondere an das Verhältnis von szenischem Raum und Zuschauerraum;
3) der Funktion des Theaters als öffentlicher Raum sowie seine Position in der Stadt;
4) dem Theater im Spannungsfeld der übrigen „Raumwissenschaften“ von Architektur, Soziologie, Psychologie etc.

Wir haben Experten verschiedener geistes- und naturwissenschaftlicher Disziplinen eingeladen, um deren Erkenntnisse aus der Sicht der Raumwissenschaften zu vermitteln und den Teilnehmern der Jahreskonferenz damit wichtige Anregungen für ihre Arbeit zu geben. Damit möchten wir ausdrücklich auch dem auf der Mitgliederversammlung der letzten Jahrestagung geäußerten Wunsch nachkommen, durch Fachvorträge von Experten unterschiedlicher Wissensgebiete den Blick über den Tellerrand der eigenen, dramaturgischen Profession erweitern zu können.

Je nach den zu vermittelnden Sachverhalten setzen wir wieder auf unterschiedliche Veranstaltungsformate, um einen den Inhalten angemessenen, regen Informations- und Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Dabei hoffen wir, den Teilnehmern vielfältigste Raumerfahrungen vermitteln zu können - ob in theoretisch ausgerichteten Tischgesprächen, szenisch-praktischen Workshops oder den Inszenierungsbeiträgen.

Neben dem offiziellen Programm tragen natürlich auch spontane Begegnungen zum Gelingen einer jeden Tagung bei. Die Kontaktbörse wollen wir pflegen, in den Kaffeepausen, nach den abendlichen Vorstellungen und natürlich mit dem geselligen Höhepunkt jeder DG-Konferenz, dem Verlegerempfang. Das Zürcher Schauspielhaus hat uns dafür das Foyer des Pfauen zur Verfügung gestellt, und der Verband der deutschsprachigen Bühnen- und Medienverlage sorgt wie immer für die kulinarischen Genüsse. Beiden Institutionen sei dafür herzlich gedankt, ebenso der ZHdK und dem Theaterhaus Gessnerallee, die ihre personellen, intellektuellen und räumlichen Ressourcen großzügig zur Verfügung stellen. Unser ganz besonderer Dank gilt unseren Sponsoren, der Stiftung Pro Helvetia, der Stadt Zürich, dem Deutschen Bühnenverein und Migros Kulturprozent, ohne deren kräftige finanzielle Unterstützung die Konferenz nicht zu realisieren gewesen wäre.

Sie können das vorläufige Tagungsprogramm downloaden um sich einen genauen Überblick über alle Veranstaltungspunkte der Konferenz und die wichtigsten organisatorischen Details zu verschaffen.

Wir hoffen Sie zahlreich auf der Konferenz in Zürich begrüßen zu dürfen.

Der Vorstand



DAS VORLÄUFIGE PROGRAMM (MIT DEN WICHTIGSTEN INFORMATIONEN ZUR ANMELDUNG UND ÜBERNACHTUNGSMÖGLICHKEITEN ) SOWIE EINE LISTE DER REFERENTEN UND IHREN THEMEN KÖNNEN SIE HIER DOWNLOADEN.

Bitte beachten Sie: Das Programm und die Liste der Referenten werden laufend ergänzt. Alle Angaben unter Vorbehalt.




Jan 14 2010

Think Tank - Denkfabrik



Eine Denkfabrik (nach engl. think tank) ist ein nicht gewinnorientiertes Forschungsinstitut oder eine informelle Gruppe von Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern, (ehemaligen) Politikern, oder Unternehmern, die gemeinsam politische, soziale und wirtschaftliche Konzepte oder Strategien entwickeln und entsprechende öffentliche Debatten fördern (= wissenschaftliche Politikberatung). - Zur Vorbereitung auf die diesjährige Konferenz baten wir unsere Referenten um eine "kleine" Denkfabrik. Die Texte können hier kostenlos heruntergeladen werden. Alle Rechte natürlich bei den Autoren.

Stephan Günzel - Headline
„Unter den Paradigmenwechseln, welche insbesondere die Kulturwissenschaften seit den 1990er Jahren im hohen Maße verändert haben, ist einer der prominentesten der spatial turn.“

Urs Troller - Der antinaturalistische Kasten
„[Bei] der Untersuchung über das Verhältnis von Raum und Zeit auf der Bühne bin ich über die Gegebenheit des Guckkastens eigentlich bis heute nicht hinausgekommen.“

Gesa Mueller von der Haegen - Szenografie und Stadtraum
„Wenn Stadtraum als ein dynamisches Gefüge aus stabilen und labilen Komponenten wahrgenommen und Stadt als Erzähl- und Handlungsraum wirken, gibt es viel Stoff, um neue Möglichkeiten für Theaterarbeit auszuloten.“

Thomas Goerge - Caprificus
„Ich bin kein Prophet und kein Prophetenjünger, sondern ein Geißhirt bin ich und schlitze Maulbeerfeigen.“

Joachim Krausse - Mechanischer Affe und Quantum Machine
„Bau- und Bühnenlaboratorium – vom Bauhaus zum Black Mountain College.“

Muriel Gerstner - Expedition Dunkel lockende Welt
„Vorarbeit zum Bühnenbild von "Dunkel lockende Welt" von Händl Klaus.“

Urs Troller - Welche Bedeutung hat der Guckkasten für das Theaterspielen, da er immer noch da ist?
"Liest man Manifeste der Avantgarde-Bewegungen im 20. Jahrhundert, die sich auf das Theater beziehen, dann fällt auf, sie richten sich nicht primär gegen das sogenannte Guckkastentheater als architektonische Form."